Mittags nicht zu schlafen bedeutet Stress

Ich lege mich auf der Arbeit jeden Mittag hin. Wie ich schon geschrieben habe, hab ich mir dafür extra einen Liegestuhl gekauft und den auf der Arbeit in den Keller gestellt. Ohne diesen Mittagsschlaf, würde ich den Arbeitstag kaum überstehen. Es gibt Tage, da freue ich mich bereits beim Aufstehen darauf, mich am Mittag hinlegen zu können. 

Anfangs habe ich mich für mein Nickerchen geschämt und versucht, meine Angewohnheit zu verstecken. Schlaf ist ja nicht eben angesagt in unserer Leistungsgesellschaft. Inzwischen haben sich alle daran gewöhnt, dass Christine im Keller einen Liegestuhl stehen hat. Zudem ziehe ich mich zur Meditation zurück und nicht zum Schlafen ...
Es kommt nun sogar vor, dass ich Kollegen von "meiner" Liege verscheuchen muss. Es haben nun auch andere rausgefunden, wie gut so eine Auszeit tut. Nur liegt die Müdigkeit bei ihnen nicht an CFS sondern an der anstrengenden Freizeit :-)

Es ist ja schon länger bekannt, dass eine Siesta gut tut und sich die Batterien dadurch wieder aufladen lassen (was leider bei CFS nicht wirklich klappt). 

Ein Satz im erwähnten Artikel hat es mir besonders angetan: "Wenn wir müde sind und gegen den Schlaf ankämpfen, dann bedeutet das Stress - und ein Mittagsschlaf nimmt ihn. Stress schadet Körper und Seele." Ich tue eigentlich den ganzen Tag nichts anderes als gegen die Müdigkeit anzukämpfen, obschon ich weiss, dass das nicht gut ist, weiss ich nicht, wie ich aus dieser Stressfalle rauskommen soll. Leider lässt sich dieses Dilemma zur Zeit nicht lösen und ich versuche einfach so gelassen wie möglich durch den Tag zu kommen. 

Herzlich,
Christine

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