Freundschaft

Was mich immer noch sehr beschäftigt ist das Thema Freundschaft und vor allem die Bedeutung der Freundschaft in diesen einsamen, harten Zeiten.

Wo waren meine Freunde in diesen dunklen Tagen & Nächten? Habe ich ungenügend kommuniziert, wie schlecht es mir wirklich geht, wie rabenschwarz es in meiner Seele aussieht?  Sehen sie schlicht keine Notwendigkeit anzurufen oder mich zu besuchen? Habe ich die Momente vergessen WENN sie sich gekümmert haben und erinnere ich mich nur an die einsamen Tage wenn sie es nicht taten? Habe ich nicht mehr Unterstützung weil mein (ungesunder) Drang nach Selbständigkeit verhindert, dass ich genug danach frage? Wo waren sie, als ich sie so dringend gebraucht hätte, sei es um eine Erledigung gegangen oder um eine so dringend benötigte Prise Hoffnung & Trost. Wie damit umgehen dass zum Verlust eines „normalen“ Lebens auch noch der Verlust von Freundschaften zu verkraften ist?

Diese Fragen sind für mich immer noch schmerzhaft. Diese Gleichgültigkeit meinem Leiden gegenüber. Ist es Hilflosigkeit, ist es pure Ignoranz?

Ich weiss, dass mich diese Fragen nicht weiter bringen. Ich weiss, dass es Energieverschwendung ist, Freunde oder Ärzte davon überzeugen zu wollen, dass die Krankheit real und schmerzhaft ist. Das leuchtet mir ein! Jedenfalls auf der rationalen Ebene. Meine Gefühle sprechen da eine andere Sprache und werden mich wohl noch etwas länger beschäftigen.

Ich wünsche allen ein positives, verständnisvolles Umfeld!

Herzlich,
Christine

Kommentare

  1. Habe mir darüber auch sehr oft Gedanken gemacht, wieso weshalb die Mitmenschen uns irgendwie vergessen. Man kann noch so oft erzählen, was man kann oder eben nicht mehr kann, trotzdem fühlt man sich alleine gelassen.
    Gesunde wollen mit Kranken nichts zu tun haben, sie verschliessen die Augen. Aber waren wir vielleicht nicht auch so, wo wir noch Gesund waren? Darüber denke ich gerade so nach, wie war ich, bevor ich so ausgebremst wurde?
    Trotz alledem, tut es weh, dass man das Gefühl hat, es interessiert niemanden, wie wir unsere Tage erleben, es ist unser alleiniger Kampf.

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