Samstag, 10. Oktober 2015

Konzentration auf Symptome, Grübeln

Oh Wunder, ich habe in den letzten Wochen tatsächlich Momente, in denen meine Gedanken nicht um CFS kreisen. Das ist so befreiend. Nach der langen Zeit in der ich mich nonstop müde, unwohl, innerlich nervös und so fühlte, als würde ich von überall her attackiert, tut es gut, durchatmen zu können.

Mich von der Konzentration auf die Symptome abzulenken, finde ich nach wie vor der Schlüssel auf dem Weg zur Heilung. Es gibt viele Möglichkeiten das anzugehen wie das Gupta Programm oder der Rational approach von Loz Evans. Es braucht Zeit, Durchhaltewillen und Disziplin bis die Botschaft im Gehirn ankommt aber ich merke, dass es möglich ist. Weiter würde ich jedem empfehlen, einen guten Therapeuten zu suchen. Das heilt zwar CFS nicht hilft aber einen Platz zu finden um mit dem Stress, dem Frust und der Verzweiflung besser klar zu kommen. Und vor allem den enormen Leidensdruck abladen zu können.

Wenn ich merke, dass ich in einem Gedankenkarussell feststecke, hilft es mir die Kopfhörer aufzusetzen, ganz laut Musik zu hören (das übertönt die Gedanken) und raus zu gehen. Was mir auch gut hilft ist, mir den ganzen Frust von der Seele zu schreiben. Einfach drauf los schreiben oder besser gesagt, "es" schreiben lassen ohne viel darüber nachzudenken. Ich mache das oft, besonders auf der Arbeit, wenn mich ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit überkommt. Versucht es, expressives Schreiben hilft wirklich! Die vollgekritzelten Blätter werfe ich übrigens weg, es ist nicht nötig das Geschriebene zu lesen.

Der Genesungsprozess braucht Geduld. Ich hätte nie gedacht, dass ich so lange mit dieser Erkrankung leben muss. Vielleicht auch besser so ...
Herzlich,
Christine

Hier noch weitere Tipps aus Spiegel online: Raus aus der Grübelfalle

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Beitrag zu CFS im NDR

kurzer, informativer Beitrag zu CFS. link zur Sendung